Schon seit langer Zeit, auch lange bevor ich mit Mantrailing begann, legte mir meine Tierkommunikatorin, die mit meinen Jungs bei Bedarf in Kontakt ist, für Bogey ans Herz, "Gutes" mit ihm zu tun. "Gut" bedeutete in diesem Fall, dass er gerne jemand anderem helfen wollte. Die ersten Überlegungen zielten darauf hin, dass er sich vielleicht als Besuchshund in Altersheimen oder ähnlichen Institutionen einbringen könnte. Da er aber mit 65 Zentimentern Schulterhöhe zu den Großen gehört und optisch einem Wolf sehr ähnelt, stellte sich das nicht ganz einfach dar. Die meisten "Hundler" finden ihn einfach nur nett und erkennen auch sein liebevolles Wesen. Auf Menschen und Kinder, die mit Hunden nicht so viel am Hut haben, scheint er oft eher bedrohlich zu wirken. Das dunkle Gesicht, die großen Stehohren und seine Färbung in Kombination mit seiner Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt lassen oft die falschen Schlüsse zu. Mit diesen Erfahrungen konnte ich mir dann erst mal nicht vorstellen, wie ich mit ihm für "Gutes" sorgen sollte.

 

 

Erst als wir schon 2 Jahre trailten und tiefer in der Materie steckten kam das Thema Tiersuche auf. Für die aktive Rettungshundearbeit in einer Staffel der Hilfsorganisationen fehlte mir schlicht die zusätzliche Zeit. Aber Tiere suchen, die verloren gegangen waren? "Gutes" war ja nicht zwingend an das Thema Mensch gebunden. So begann ich mich entsprechend weiterzubilden und war ab Oktober 2013 im Tiersucheinsatz. Bis Anfang 2016 waren wir immer wieder sowohl in beratender wie auch aktiver Form bei Tiersuchen im Südwesten beteiligt und haben diversen Hunden geholfen, wieder nach Hause zu finden. 2016 habe ich Bogey aufgrund seines Alters und seiner PNP-Erkrankung aus der aktiven Suche herausgenommen.

 

 

 

 

Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen aus unserem Leben ein Ganzes.


Roger Andrew Caras