Mantrailing

 

 

Natürlich wissen wir alle, dass unsere Hunde Nasentiere sind. Wenn man sich jedoch bewusst macht, dass 10 % des Hundegehirns für die Geruchs-verarbeitung verantwortlich sind, wird klar, warum Nasenarbeit beim Hund untrennbar mit der „Kopfarbeit“ verbunden ist. Im Vergleich dazu beträgt der Anteil beim Menschen nur 1 % und die Nase des Hundes ist der unseren in jedem Vergleich haushoch überlegen.

 

 

 

Das Verfolgen einer menschlichen Spur aufgrund des Individualgeruchs des „vermissten“ Menschen mit der Nase ermöglicht dem Hund eine artgerechte Beschäftigung, konzentriertes Arbeiten und geistige Auslastung. Der Spass am Suchen ist dabei die treibende Kraft, die während des Trails unweigerlich auch auf den Menschen übertragen wird. Es gibt praktisch keine Einschränkungen: Hunde aller Rassen und jeden Alters können individuell so gearbeitet werden, dass ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten Rechnung getragen wird.

 

 

Als Ergänzung zur Erziehung und formalen Ausbildung ist Trailen eine Chance zur Veränderung festgefahrener Strukturen. Ängstliche oder unsichere Hunde lernen auf dem Trail, bedrohliche Situationen zu überwinden und erfolgreich Probleme zu lösen.

 

 

Trailen bedeutet Beziehungsarbeit – das gemeinsame Lösen von Aufgaben und das dadurch wachsende, gegenseitige Vertrauen wird die Verbindung zwischen Mensch und Hund auf eine ganz neue Basis stellen. Sucherfolge stärken das Selbstbewusstsein des Hundes und faszinieren seinen Menschen. Dadurch gewinnt das Team mehr Sicherheit im Alltag und kann den täglichen Herausforderungen gelassener begegnen.

 

 

 

 

 

Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen aus unserem Leben ein Ganzes.


Roger Andrew Caras