Um eine Vorstellung über die Krankheitsentwicklung zu geben, hier die Eckdaten dazu:

September 2012

 

 

 

Silvester 2012

 

 

 

 

1. Halbjahr 2013

 

 

 

 

 

 

 

September 2013

 

 

Oktober 2013

 

 

 

 

22. Oktober 2013

 

 

 

 

 

 

01. November 2013

 

24. November 2013

 

 

Januar 2014

 

August 2014

 

 

Juni 2015

 

 

 

 

 

 

 

12. September 2015












14. November 2015


15. November 2015

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18. November 2015







19. November 2015

Gismo überschlägt sich beim schnellen Rennspiel mit Bogey. Dass dies das erste Symptom der Krankheit war, haben wir erst viel später registriert.

 

Wieder ein Rennspiel mit vielen anderen Hunden - dieses Mal knicken ihm die Hinterläufe ein und er kommt aus dem Laufen in eine sitzende Position. Nach kurzer Pause steht er auf und rennt weiter.

 

Kaum Veränderungen erkennbar. Immerhin ist er bereits 14 Jahre alt und körperlich sicher nicht mehr so fit wie früher. Er steht manchmal etwas steif vom Liegen auf und braucht kurz, bis er sich wieder eingelaufen hat, aber das brauchen andere alte Hunde auch und er hat ja zusätzlich die schwere HD, die bislang symptomlos verlief. Bislang also keine eindeutige Diagnose in eine völlig neue Richtung.

 

Er beginnt, bei längeren Spaziergängen oder wenn er in Trab fällt, manchmal mit den Hinterläufen zu schleifen.

 

Spaziergänge sind jetzt nur noch "schleiffrei", wenn er kontrolliert an der Leine geführt wird. Trotzdem läuft er nach wie vor problemlos 45 Minuten mit und zeigt sich wesensseitig wie immer.

 

Die letzten selbstständigen Schritte - als ich ihn beim morgendlichen Gassigang aus dem Auto hole, kann er sich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Beinen halten und knickt hinten immer wieder ein. Natürlich wussten wir, dass dieser Punkt irgendwann erreicht sein würde, aber als es dann tatsächlich soweit war... Schwierige, traurige, neue Situation für uns alle.

 

Start der Ära "Gismo im Rollstuhl"

 

Erste Zeichen für die beginnende Darminkontinenz im Zuge der fortschreitenden Degeneration.

 

Beginnende Blaseninkontinenz

 

Die Blaseninkontinenz hat sich inzwischen in eine sogenannte Überlaufblase weiterentwickelt.

 

Die große Hitze macht ihm schwer zu schaffen. Schon frühmorgens strengt ihn das Gassigehen an, sodass wir uns entscheiden, ihm die Nachmittagsrunde zu ersparen. Balkon und Garten sind für ihn absolut adäquate Alternativen. Die Nächte sind extrem anstrengend für alle - bis zu sieben Unterbrechungen infolge Umlagern und Wasser geben machen die Schlafintervalle sehr kurz.

 

Seine Kräfte beginnen zu schwinden. Die Arthrose im Vorderlauf nimmt mehr und mehr zu und nach Rücksprache mit unserer Tierkommunikatorin fällt der Entschluß, mit dem Gassigehen ganz aufzuhören. Offensichtlich fehlt es ihm nicht, denn zuhause ist er immer noch der Alte. Fressen ist Nebensache - oft lässt er Mahlzeiten ganz aus, obwohl mit Frischkäse, Nudeln und Kartoffeln seine Lieblingszutaten im Napf auf ihn warten. Andererseits braucht er nicht mehr viel Energie, da er sich nur noch wenig bewegt, also ist das nicht wirklich besorgniserregend. Wir denken, dass er sich langsam auf seine letzte Reise vorbereitet ohne dass es ihm damit eilt.

 

Er frisst sehr wenig ist ansonsten aber noch wach.

 

Gismo kann sich kaum noch auf den Beinen halten, ohne Unterstützung fällt er einfach in sich zusammen. Körperlich wird er sichtbar weniger, manchmal hat man das Gefühl, als ob ihm seine Sinne im wahrsten Sinn des Wortes zu schwinden beginnen. Über 4 Tage verschlechtert sich sein Zustand ganz allmählich, unruhige Phasen wechseln sich mit entspannten Zeiten ab. Wir werden von unserer Tierkommunikatorin begleitet und unterstützt.

 

Gismo ist gestorben - nach 16 Jahren 4 Monaten und 2 Tagen haben wir ihn für immer loslassen müssen.

Die Bekannte einer Freundin, die ich persönlich gar nicht kannte, schrieb über ihn: "Ein tolles Alter! Er muss ein sehr, sehr glücklicher Hund gewesen sein!" Ja, vielleicht war es genau so und er blieb deshalb so lange bei uns. In einer schrecklichen, traurigen, schmerzvollen Zeit ist diese Vorstellung ein kleines Licht, das auch unter Tränen ein Lächeln möglich macht.


 

 

 

 

Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen aus unserem Leben ein Ganzes.


Roger Andrew Caras